Wallis…

unterwegs am Breithorngrat

Wir sind zurück.

Nur neun Tage trennen mich von dem Augenblick, in dem wir in Täsch im Mattertal ausgestiegen sind, aber sie fühlen sich an wie eine richtig lange Auszeit. Es gibt so viel zu erzählen – von schneebedeckten Gipfeln und zerfurchten Gletschern, von Schmetterlingen und  Wanderwegen, vom Warten, Hoffen, Freuen und nicht zuletzt vom Glück, nach einer Woche Schlechtwetter doch zwei geniale Tourentage zu haben.

Davon werde ich noch lange zehren, richte meine Gedanken jetzt aber wieder zu den Bergen: In wenigen Tagen geht es nach Chamonix zum Ultra Trail du Mont Blanc! Auch wenn es dabei mehr Zweifel als Optimismus gibt – ich freue mich ungemein, wieder die Berge zu sehen!!! Deswegen wird es mit dem Wallis-2-Bericht auch etwas dauern – aber er kommt!

Wie ein kleines Kind…

"Sandkastenfeeling"
„Sandkastenfeeling“ (Foto: Stefan C.)

…freue ich mich, wieder unterwegs zu sein.  Wie vor Jahren, als die langersehnten Schulferien anstanden und die Eltern einen ans Meer mitnahmen (was weder selbstverständlich war noch Pauschalurlaub im Hotel bedeutete) – genauso aufgeregt und voller Vorfreude fühle ich mich jetzt! Denn trotz des bekannten Ablaufes ist jeder Bergurlaub subjektiv vor allem eins: Eine Entdeckungsreise, ein Aufbruch in das lockende Ungewisse.

Seit Tagen werden auch bange Blicke zum immer schlechter werdendem Wetterbericht geworfen und trotzdem gehofft, dass der Wettergott uns ein paar schöne Tag schenkt. Denn ohne seine Zustimmung sind wir nicht die Auserwählten, die in der kargen Natur des Hochgebirges und bei stundenlangen Anstiegen ihr Glück finden, sondern ganz normale Touristen, die den gewohnten Ameisenhaufen gegen einen anderen tauschen.

Wie hat sich das Mattertal in drei Wochen meiner Abwesenheit verändert? Oder fließt die Zeit in Täsch oder Randa sowieso ganz anders? Wie sind die Verhältnisse oben, hat der fortgeschrittene Sommer bereits Spuren hinterlassen?

Wir werden es sehen, hoffentlich. Und wenn nur eine der geplanten Touren statt findet, werde ich mehr als zufrieden sein. Und wenn nicht, machen wir trotzdem das Beste daraus! Denn ich habe diesmal nicht nur ein paar Schuhe für die eine Woche dabei – nein, ich have fünf. Steigeisen, Bergstiefel, Turn- und Kletterschuhe sowie Badelatschen – wenn die Frau vorbereitet ist, kann doch nichts schief gehen!

 

Klingenpfadlauf – zwischen „wunderschönes Training“ und „nicht geschafft“

Sechs Jahre ist es inzwischen her, dass wir – damals eine derJugendgruppen der Kölner Alpenvereinssektion –  uns den 73km langen Solinger Klingenpfad am Stück vornahmen. Zu neunt wagten wir das Unbekannte, zu dritt kamen nach 18 langen Stunden am Startort an. Die Erinnerungen und der ideale Zeitpunkt des Gruppenlaufs auf dem Klingenpfad waren neben den teilnehmenden Freunden gute Gründe, auch mich für den Sonntag, den 3. August anzumelden. Mehr…