dem Winter hinterher: Jostedalsbreen ruft!

Es ist Frühlingsbeginn und die ersten Obstbäume blühen. Der kühle Nebel soll endlich der wärmenden Sonne weichen, die Tage werden immer länger, jeder freut sich auf die Wärme …. fast jeder, denn für uns beginnt der „richtige“ Winter jetzt erst. Die Chats und E-Mail-Accounte glühen: Wie ist die Lawinenlage? Nehmen wir Helme mit? Wie viel Brennstoff muss besorgt werden? Hunderte Fragen flitzen täglich durch die Leitungen. Und nun ist es so weit…

unterwegs in der weißen Welt. Norwegen, Dovrefjell, 2013

Selten habe ich mich auf eine Tour so gefreut. Eine tolle, (berg-)erfahrene Gruppe, wunderschöne Gegend, anspruchsvolle Route. Und ich inzwischen mehr als urlaubsreif. Andererseits kann ich mich auch nicht erinnern, dass die Planung schon einmal so aufwändig war. Um so erfreulicher ist es, „nur noch“ den Schlitten packen zu müssen und sich auf 10 Tage Offlineleben einzustellen.

Morgen nach der Arbeit verabschieden uns vom beginnenden Frühling und steuern den Flughafen an, um am späten Abend  in Oslo den Bus in den Norden nehmen. Wenn alles gut geht, kommen wir bereits in der Morgendämmerung in Fjaerland, an unserem Startpunkt, an. Von dort geht es auf den Jostedalsbreen – den größten Gletscher auf dem europäischen Festland – und je nach verbliebener Zeit durch den Nationalpark Breheimen durch. Gern würden wir auch den ein oder anderen Gipfel versuchen – die komplette Ausrüstung ist dabei und das Gepäck entsprechend schwer.

Natürlich kann auch einiges schief gehen – eine Zufriedenheitsgarantie gibt es draussen nicht. Wir werden versuchen, die zehn Tage voll auszukosten, aus jedem Wetter das beste zu machen und den Urlaub einfach zu genießen. Und dann ist auch der April endlich da.