Peru!

„Irgendwann werde ich extra nach Peru fliegen und 3-4 Wochen lang die Cordillera Blanca erkunden“. Was sich in Chile noch ganz wage anhörte, nahm dieses Jahr plötzlich Form an.  Der Plan wurde sehr schnell sehr konkret und alles hätte so schön sein können, wenn ich heute um 22 Uhr nicht in ein Taxi gestiegen wäre.

„Zur Uniklinik bitte“.

 

Ja, als Patientin.

Wenige Minuten davor erhielt ich nämlich einen Anruf von einem Diensthabenden – ihn hatte ich schon davor telefonisch konsultiert – mit dem Angebot, mich mit meinem Problem doch persönlich vorzustellen. Ich nahm es dankbar an – wer kurz vor einer Reise ein gesundheitliches Problem bekommt, reist richtig unentspannt. Zum Glück wurde ich für lebensfähig erklärt und darf  auch fliegen.

Die Woche ging also richtig turbulent zu Ende, auf die Reise freue ich mich aber gewaltig. Es ist endlich alles gepackt und die Stimmung steigt trotz der späten Stunde immer weiter – noch wenige Stunden Schaf und wir sind im Flugzeug! Bis bald!

36h Wallis

ein Morgen am Mischabeljochbiwak (3849m)

Fünf Tage vor dem großen Urlaub 700km weit in die Berge? Ist das sinnvoll, realistisch, macht das Spaß oder eher Stress? „Klar“, sagten wir und hofften nicht nur ein schönes Wochenende zu haben, sondern auch uns schon vor der Reise etwas zu akklimatisieren. Mit von der Partie gute Freunde – eine  Vierer-„Dreamteam“-Gruppe!

Aber kann man als Flachländer überhaupt direkt die erste Nacht auf 3850m schlafen?  Oder einen 4000er ganz ohne vorherige Anpassung an einem kurzen Wochenende besteigen?  Drei von uns konnten diese Fragen ganz vorsichtig bejahen, für die vierte Person wurde es jedoch zu einer nicht immer angenehmen Angelegenheit.

Als die Arbeitswoche endlich vorbei war, trafen wir uns in der Eifel und fuhren gen Süden los. Nach vier Stunden Schlaf bei Kandersteg – die Matten wurden einfach auf einem Parkplatz ausgerollt – ging es ins sonnige Wallis. Gemütlich stiegen wir die 1700hm zum Mischabeljochbiwak hinauf, verbrachten dort eine Nacht und ohne das eigentlich geplante Täschhorn zu versuchen kraxelten über den Alphubel-Nordgrat zum Gipfel (4206m) hinauf. Runter ging es auf dem Normalweg.

Nachdem meine Freunde sich an der Europahütte nach Hause verabschiedet haben, wanderte ich noch zu Fuß nach Täsch, dann nach Zermatt und zurück und nahm spätabends die Bahn zurück nach Köln.  Um 6:30 hieß es in den Zug zur Arbeit umzusteigen und punkt um 8 Uhr ging die neue Arbeitswoche los…

Ein schönes, entspanntes Wochenende – und jetzt freuen wir uns auf die große Tour!