Nass-Drytooling

„Vor dem EOFT klettern und mit der Klettergruppe essen gehen, am Tag danach drytoolen“  –  der Plan gefiel mir ganz gut, obwohl die Woche bereits recht anstrengend war. Zwar wurden beide Sessions eher kurz, machten aber umso mehr Spaß.

Eiskletterfolk an der Drytooling-Anlage im Landschaftspark Nord in Duisburg. Neben uns vieren ist noch ein Kurs aus Aachen am Start

Nachdem wir also drei Stunden lang die Abenteurer und Freaks beim EOFT bewundern durften, ging es bei kühlem, aber noch trockenem Wetter nach Duisburg. Da die einfacheren Routen durch einen Kurs belegt waren, legte Lukas, der bereits vor zwei Wochen hier war, direkt in einer „richtigen“ drytooling-Route los. Ich stieg erschreckend wackelig nach, kletterte mich aber doch relativ schnell  wieder ein und  freute mich über die ein paar Schneeflocken, die gerade fielen. Bald wurde daraus aber eine richtig winterliche Stimmung und wir ziemlich kalt und nass.

Es kletterte sich recht gut… Ich machte mir über die Route keine Gedanken und war gerade zwar etwas müde, aber ohne Stress dabei, die 4. Exe zu klippen, als ich plötzlich mit einem Steigeisen den Oberschenkel vom mich sichernden Lukas streifte. Die Spitze des Eisgeräts war ausgebrochen und ich machte das, was man im Eis unbedingt vermeiden sollte – einen Abflug. Zum Glück traf ich Lukas nicht wirklich und auch er schaffte es, mich trotz der ungünstigen Ausgangslage kurz vor dem Boden zu halten. Das andere Eisgerät hing noch oben….also kletterte ich noch einmal mit einem hoch, holte das andere und hängte den Umlenker ein.

Alt wurden wir beide heute jedoch nicht. Noch ein paar Routen und ich konnte die Eisgeräte kaum noch halten – kein Wunder, die Woche war durchaus aktiv… Also ab in die Bahn, nasse Sachen ablegen und hoffen, dass die DB den Schnee noch nicht bemerkt hatte… (hat bei mir noch weitgehend funktioniert, bei Lukas leider nicht mehr).