Zeltgespenst

…ist unterwegs!

Lappland „Nor-Swe-Nor“

16.08.-07.09.2010

Die Idee, eine längere Wanderung zu machen, kam diesmal von einem Gerät. Nämlich von einem Ergometer. Dieser meinte, ich sollte mich vielleicht doch lieber mit Tagen als mit Sekunden und derer Zehnteln beschäftigen… Mit der Unterstützung des seit Wochen wolkenlosen Himmels, der meinen Wärmehaushalt zur Verzweiflung brachte, war auch die Richtung der Unternehmung schnell klar: Norden;  und zwar je weiter, desto besser. Also landeten wir eines Augustabends tatsächlich 40km nördlich des Polarkreises…

Tage 1 und 2

Müsli, Käse, Knäckebrot, Trockenobst, Gaskartuschen… Die Einkaufsliste war nahezu langweilig.  Ganz anders der Rucksackgewicht, den wir wenige Stunden später im Schneckentempo in Richtung Himmel zu befördern versuchten.  Stolze 27kg pro Person ohne Wasserflaschen, die wir anfangs noch fleißig füllten! Doch der Glaube half. Es gibt ja keinen Aufstieg, der nicht irgendwann endet und wir sind nicht in den Alpen!

So starteten wir in Sulitjelma, einem Dorf mit Busanschluß nach Bodö (über Fauske, ca. 2h).  Nach ca. sechs Kilometern auf der Schotterstraße verließen wir diese und bogen auf einen Pfad in Richtung Sorjushytta ab (Schild). Steinmännchen und rote „T“s (für „Tourist“) zeigten den Weg, und schon wenige Minuten später standen wir zum ersten Mal still, beeindruckt von zwei spiegelglatten Seen, umgeben von grünen Bergen.

Der Pfad führte an Wasserfällen und Mooren vorbei, über zahllose Bäche und sanfte Hügeln.  Die Sonne schien mitgereist zu sein – die gerade gekaufte Schutzcreme fand sofort Verwendung. Sind wir doch nicht nördlich genug?!

blauer Himmel, Wasserfälle...was will man mehr?
blauer Himmel, Wasserfälle…was will man mehr?

Erster Abend endete idyllisch mit den letzten Sonnenstrahlen an unserer Bergseite. Die herangeschlichene Nacht ließ das Rauschen des nächsten Wasserfalles deutlich lauter hervortreten und jagte uns in die Schlafsäcke – es wurde recht schnell kühl.  Der Morgen begann genauso: Auf einmal wurde es im Zelt zu heiß. Ungläubig schauten wir hinaus:  Blauer Himmel soweit das Auge reicht!  Sind wir wirklich in Skandinavien?

Wasser holen am Morgen
Wasser holen am Morgen

Schwimmversuch im See entartete sich jedoch trotzdem zur „erweiterten Katzenwäsche“.  Und es ging weiter an den Seen (Lamivatnet und Eidevatnet) entlang, wobei wir den Pfad einmal  verließen und kamen nicht wieder drauf – erst gewollt, danach eher  nicht. Geführt von einem schwarzweißen Kartenausdruck, stiegen wir nun immer höher, querten ohne Stiefel mehrere Bäche (ein Vergnügen bei diesem Wetter!) und landeten auf über 1000m über Meeresniveau.

Kneippbad
Kneippbad

Die Landschaft ließ Eis- und Schneespuren erkennen, sah „unaufgeräumt“ nach der Schneeschmelze, ja fast außerirdisch aus. Der Sommer ist kurz hier!  Unendlich viele kleine Seen glitzerten in der Sonne, Gletscher an höheren Bergen im Nordwesten strahlten Reinheit aus und freuten das Auge mit der Abwesenheit der Seilbahnen und Skifahrer.

„Stückchen“ Himmel auf dem Boden

Wir hielten uns erst nördlich des Làjrro-Gipfels, bestiegen diesen aber schließlich (1114m) und genossen den Blick ins schöne Lajrrojahka-Tal westlich davon.  Zwei Wasserfälle, mehrere Seen und blaugrüne Flussmeander  vor den mächtigen Gletschern weckten das Gefühl, in ein Märchen geraten zu sein – kein Wunder, dass wir überhaupt nicht weiter wollten.

Doch die Schatten wurden länger und wir stiegen über die feuchten Hänge ab, uns gleichzeitig dem blauen Pieskehaure nähernd. Hier stießen wir wieder auf die norwegische Markierung, diese hörte allerdings an der schwedischen Grenze auf und wir suchten uns den Weg weiter selbst. Kurz vor dem See (und den Brücken)  bauten wir in letzen Sonnenstrahlen des Tages unser Häuschen auf und beobachteten beim Abendessen Rentiere.  Nicht einmal einen Wanderer sahen wir in zwei Tagen! Doch nun sollte es sich ändern – morgen werden wir den Nordkalottleden betreten.

Tag 3

Der neue Tag fing trüb an, bald setzte sich aber wieder die Sonne durch. Wir bewegten uns auf Holzstegen über Moorflächen, hüpften von Stein zu Stein über seichte (Trockenzeit!) Flusse und fotografierten Rene auf weiten Hochebenen.

Piskehaure
Pieskehaure

Neben dem Weg gab es genug reife Moltebeeren, „Berggold Lapplands“,  sodass wir sogar ein wenig mitgenommen und eine köstliche Marmelade zum Nachtisch gekocht haben.

Bei dem darauffolgenden gut 300hm-Aufstieg dankte ich allerdings in Gedanken denjenigen, die diesen Pfad angelegt hatten, für die ziemlich flache Wegeführung – mit diesem Gepäck wäre ich auf einem richtigen Bergsteig nicht weit gekommen! Drei Wochen vorher legten wir nach einer Nacht ohne Schlaf  ruhig 2300hm zurück (mit Wochenend-Gepäck), heute waren mir die 300hm völlig ausreichend.

Wollgras am See
Wollgras am See
auf jene Hügeln müssen wir hoch

Der Abstieg danach und weitere 200hm nach oben waren dann zu viel und zumindest ich war absolut fertig. Wir zelteten am Gipfel des Berges über Vaimokstugan und wurden für die Kälte und Wind mit einem wunderschönen Sonnenuntergang entlohnt. An diesem Tag war ich allerdings zu müde, um es genießen zu können. Es kamen sogar Zweifel auf: Wenn ich jetzt schon an meine Grenzen stoße, wie schaffe ich es in Sarek?

am Abend vom Zeltplatz
am Abend vom Zeltplatz

Tag 4

Wer auf einen Berg steigt, muss auch absteigen können. Über das Grobgeröll zu balancieren machte Spaß und wir gingen ohne Stöcke, mir war aber durchaus verständlich, warum viele es als mühsam empfinden – und später, bei Regen, war das gar kein Vergnügen mehr…  Dafür waren wir sehr schnell unten und nach einigen fast flachen Kilometern am See bogen nach Osten ab und begannen damit den Abstieg nach Kvikkjokk.

Abstieg zur Vaimokstugan
Abstieg zur Vaimokstugan

Wunderschön ist der Herbst im Fjäll. Weit ziehen sich rötlich-braune Hänge, goldig leuchtet der Fluss im Gegenlicht der tief stehenden Sonne, unendlich ist die Sicht bei gutem Wetter. Ruhige, harmonische Stimmung herrscht über dem Tal. Wir legten ca. 20km  Kilometer zurück und ließen uns hoch über dem Eingang ins Tarradal nieder,  wieder mit dem „Fenster“ zum Tarraure.  Ich fand den Tag gemütlich und entspannt, diesmal war aber mein Partner recht müde. Daraus schlossen wir, dass es ein normaler Gewöhnungsprozess ist, und dass wir an uns nicht zu zweifeln brauchten.

Tarrajaure
Tarrajaure

Tag 5

Bald nach Passieren der Brücke über Tarraätno vereinigten sich Nordkalottleden und Padjelantaleden und der Pfad wurde deutlich ausgetretener. Bei der Pause an der  schön gelegenen Tarrekaisestugan verriet uns der Wirt, dass es dort seit Tagen keine Übernachtungsgäste mehr gab, was bei diesem schönem Wetter auch nicht wundert.

Blick zurück zum Tarrajaure
Blick zurück zum Tarrajaure

Nachdem unsere Energiespeicher wieder aufgeladen waren,  ging es weiter zu Njunjes. Lichter Birkenwald und viele Blaubeeren an felsigen Hängen prägten die Landschaft, Holzstege erleichterten das Gehen und machten schnell. „Auf Padjelantaleden könnt ihr Kilometer machen“, – sagte ein Freund mir vor der Abreise. So war das auch; dass die Gegend besonders reizvoll ist, kann man aber nicht behaupten.

und wieder ein Blick zurück

Etwas tiefer kamen wir endlich  auf die Ebene der Kiefernwälder. Bei einem beeindruckenden Blick auf die Schnellen des Tarraätno gönnten wir uns wieder eine längere Pause, was erklärt, warum wir für die bald gesehene Zeltplätze noch zu fit und zu wählerisch waren. Also hielten wir weiter das Tempo hoch und waren am Abend an der Anlegestelle des Bootes nach Kvikkjokk. Dort fütterten wir die ersten (und die letzten!) Mücken dieser Tour, flüchteten dann ins sichere Zelt und schliefen tief und fest ein.

Tarraäthno
Tarraätno

Tag 6

Warum muss das Boot kommen, gerade als ich mich für ein Bad im See vorbereite??? Verschwendung der Motivation! Zweiter Versuch hat dann doch geglückt und wir konnten los.

Nach fünf Kilometern auf einem schmalen Pfad durchs hohe Gras sahen wir, noch sauber und frisch, Kvikkjokk. Was aber noch nicht heißt, dass wir den Ort betreten konnten. Dazwischen lag, sich weiß schäumend und donnernd, Gamajahka.

Dass man keine andere Möglichkeit hat, als von unserem Lagerplatz sich fahren zu lassen, wussten wir nicht. Und warteten geduldig am Ufer, bis etwas kommt. Und es kam! Ein Motorboot, dessen Fahrer, uns angehört, einen Kollegen angerufen und danach uns erklärt hat,  dass wir an der falschen Stelle warten. Und ist weggefahren!!! Wir versetzten uns um 100m und warteten weiter – und tatsächlich kam bald noch ein Boot vorbei und brachte uns in wenigen Minuten zum anderen Ufer (100 Kron).

Kvikkjokk, das Ende der Welt. In der Kirche fanden wir Steckdosen und ließen Rucksäcke liegen. Holten in einem 4 m²- Laden je eine Packung Knäcke- und Vollkornbrot, einen Liter Milch und 200g Kekse dazu – schließlich haben wir den ersten der drei Teile unserer Tour hinter uns. Und ließen uns am Ufer des mächtigen Flusses nieder, unfähig, uns davon zu verabschieden…

Am späten Nachmittag, nachdem alle Akkus aufgeladen und Postkarten geschrieben waren, betraten wir Kungsleden und legten ein paar Kilometer zurück, bevor ein urgemütlicher Zeltplatz am Wegesrand zur Übernachtung einlud. In diesen 2-3 Stunden trafen wir 13 Wanderer, was bis jetzt an keinem Tag nur annähernd geschah. Der folgende Tag übertraf diese Zahl mit 15 Personen, ansonsten waren es deutlich weniger sogar im Sarek.

Dieser nordische Wald faszinierte mich. Bis zu den Wurzeln grün, als ob er heimlich nachgefärbt wurde, lebendig, wild und stark stand er da und verlieh das Gefühl der Geborgenheit und des zu Hause seins. Ein leichter Nieselregen störte uns nicht, am Feuer zu kochen und der weiche Waldboden passte sich perfekt der Körperform an… Es war einfach schön dort.

Abendessenzubereitung
Abendessen

Tag 7

Es regnete den ganzen Tag. Der Weg war angenehm, aber nicht außerordentlich reizvoll. Am frühen Nachmittag waren wir an der Pårtestugan, etwa zwei Stunden später an der Rittak-Schutzhütte.

Regentag
Regentag

Dort fanden wir zwei Sami, die sich gerade Essen zubereiteten. Im Ofen loderte Feuer, das Häuschen war warm und trocken. Nicht ohne leichtes Lächeln beobachteten sie, wie wir uns langsam abtrockneten und erwärmten.  Ich wage auch zu bezweifeln, dass sie in unser Vorhaben, heute noch weiter zu ziehen, glaubten. Selbst schulterten sie aber bald ihre sicherlich 35kg-Rucksäcke und richteten ihre Schritte in den Sarek… Davor zeigten sie uns auf der Karte, wie man am besten über Skierffe ins Rapadal kommt. Wir blieben noch im trockenen, erfreut von der Nachricht, dass sich das Wetter bald bessern soll.

kurz vor Rittak-Schutzhütte
kurz vor der Rittak-Schutzhütte

Die Nächsten waren ein schwedisches Pärchen, das wir schon am Morgen gesehen hatten. Sie sahen fertig aus und freuten sich genauso wie wir über die Wärme. Später kam noch ein deutsches Paar, das aus Abisko nach Kvikkjokk wanderte. So gaben wir das Staffellaufstäbchen weiter und trauten uns nun doch raus, in alle möglichen Hüllen eingemummt.

Es war schon gegen 19 Uhr, wir waren aber satt, warm und zu fit, um bald zu halten. Und danach wurden die geeigneten Plätze rar…  So kam die schon einmal angesprochene Nachtwanderung früher als geplant zustande. Einmal sah ich etwas Großes zwischen den Bäumen verschwinden und war mir fast sicher,  einen Elchen gestört zu haben. Auf weitere Treffen im dunklen Wald war ich noch nicht wirklich vorbereitet und bewegte mich bewusst laut, dennoch spürten wir einige Male Nähe eines Tiers.

Als die innere Uhr „macht mal Schluss“ anzeigte,  kam plötzlich der Laitaure in Sicht. Innerhalb weniger Minuten waren wir am Wasser und bauten im Regen unser Zelt auf.  Als ich meine nasse Regenjacke in der Schutzhütte zum Trocknen aufhängen wollte, sah ich, dass das Haus mehr als voll ist. Es standen auch mehrere Zelte dahinter; wir sind aber die einzigen gewesen, die am Morgen in Richtung Aktse aufbrachen.

Tag 8

Der erste Blick am Morgen galt diesmal nicht dem Himmel, sondern den Booten am Seeufer. Denn sollte nur eins hier liegen, müssten wir dreimal rudern.  Es waren aber zwei, und da keine Konkurrenz in Sicht war, frühstückten wir in aller Ruhe und machten uns wettersicher für die Überfahrt.

Boot für die Überfahrt

„Ich will rudern!!!“ Klar doch, darauf habe ich mich seit langem gefreut. Über den See gleiten und Aussicht genießen… Pustekuchen! Der Kahn erwies sich zwar als sehr stabil, einige Eigenschaften der Sportboote fehlten ihm aber. Also war es weder einfach noch angenehm,  die 4 km gegen den Wind zurückzulegen.

In Aktse hofften wir etwas Trockenfisch und Brot zu ergattern, doch leider gab es nichts. An der Hütte fanden wir einen Wetterbericht: Besser sollte es nicht werden. Eine ganze Woche ohne Sonne und mit viel Regen! Auf einmal hatte ich keine Lust mehr aufs Wandern, sei es auch im sagenumwobenem Sarek. Die Idee, einen Tag in Aktse zu bleiben, um etwas besseres Wetter abzuwarten, verlor ihren Sinn… Deswegen entschieden wir uns, direkt weiter zu steigen – ja, nach einer Packung Kekse war ich auch dafür 🙂

Aktse
Aktse

Nach einigen Kilometern verließen wir Kungsleden und folgten einem guten Pfad zum Skierffe. Die letzten Höhenmeter sparten wir uns allerdings, da in dichten Wolken eh keine Aussicht zu erwarten war.  Deswegen gingen wir zurück zum Sattel und etwas weiter, bis ein Hochplateau eine ausgezeichnete Übernachtungsmöglichkeit bot.  Trotz des starken Windes und Nieselregens verlief der Rest des Tages recht gemütlich und wir erholten uns gut an diesem kurzen Wandertag.

unterwegs zum Skierffe
unterwegs zum Skierffe

Tag 9

Wie erwartet, sahen wir auch am Morgen nicht viel. Es war neblig, mäßig windig und regnete leicht; das Gehen auf dem trockenen, festen Untergrund war aber einfach und ich freute mich schon auf ein gutes Vorwärtskommen.

auf dem Hochplateau. Ohne Kompass kein Wandern!

Dieses endete allerdings schon nach einer halben Stunde: Wir standen vor einem steilen Hang mit Geröll. Jetzt verstand ich, warum so viele Queren der Blockfelder meiden! Trotz der Stöcke, die wir jetzt zum fleißig benutzen, waren glitschige Steine höchst unangenehm und eine Verletzung nach Ausrutschen mit schwerem Rucksack sehr wahrscheinlich.

Einige Stunden lang querten wir ein Geröllfeld nach dem anderen. Danach wurde es einfacher und wir trafen ab und zu auf einen Pfad, der aber kaum zu erkennen, geschweige denn zu folgen war. Deshalb suchten wir uns einen eigenen Weg anhand der Karte, der Empfehlung der Sami und des Geländes. Kompass war aufgrund schlechter Sicht teilweise sehr nützlich.

etwas bessere Sicht am Abend
etwas bessere Sicht am Abend, diesen Fluss müssen wir queren

Irgendwann kamen wir zu einem größeren Fluss, den wir ziemlich weit oben queren wollten. Trotz der späten Stunde gab es erstmal eine Fotosession: Rötliche Hänge, dazwischen schmales Wasserband, Wasserfälle, Schnellen, tiefe Wolken… Dabei stellten wir fest, dass wenn wir rüber wollen, wir ins Wasser müssen. Das war die „beste“ Nachricht, die ich mir an diesem Abend vorstellen konnte! Es brauchte also einiges an Motivation, die (übrigens seit Tagen nassen) Schuhe auszuziehen und sich ins kalte Wasser zu begeben. „Abenteuer Sarek“ meinten drei von uns im Bus getroffene Nordkalottleden-Wanderer. Jetzt war ich einverstanden…

Fotosession vor dem Waten
Fotosession vor dem Waten

Mein Partner hatte danach aber eine hervorragende Idee: Schokolade! Die gab es ab jetzt für jedes Aus- und Anziehen nasser Schuhe 🙂 So bekam die Aktion doch ein positives Ende, ausserdem konnten wir dabei unsere Socken auswringen…

Gezeltet wurde am ersten halbwegs geeigneten Platz nachdem wir uns wieder einigermaßen aufgewärmt hatten. „Naja, mehr als zwei Sterne hat der Platz nicht. Sollte es aber morgen Sonne geben, werden es vier!“ „Schön wär es…“ Es regnete immer noch und der Wind nahm an Stäke zu, wir krochen ins Zelt und aßen zu Abend liegend auf dem Bauch.

Tag 10

Warm! Sobald es mir bewusst wurde, war ich wach. Befreit von Inlet- und Schlafsackkapuzen, bestätigte sich der Verdacht: Es war hell! Ob das wahr sein kann?..  Ja, das ist, das ist es, draußen ist Sonne, Sonne, Sonne!!! Doch vier Sterne für den Zeltplatz!

Abstieg ins Rapadalen
Abstieg ins Rapadalen

Zwar nur für eine Viertelstunde, aber dennoch zeigte sich der warme Stern, und die Stimmung erreichte eine unbekannte Höhe. In den nächsten Stunden erlebten wir alles vom Schneeflockentanz bis zur warmen Windstille, die Sicht war aber viel besser als am Vortag und im Himmel bewegte sich alles – ein gutes Zeichen.

Abgestiegen ins Rapadal, folgten wir einem Pfad, von dem wir hofften, dass er uns zum Hauptpfad bringen wird. Was geschah, ist folgendes: Wir landeten mitten in einer Sumpffläche. Lehre: Auch wenn irgendwo jemand schon gegangen ist, muss das nicht zum Gehen geeignet sein! Denn dieser „jemand“ könnten wir gewesen sein …

im Rapadalen
im Rapadalen

Nachdem meine Nerven kein Ringen durch die wilden Büsche mehr vertragen konnten, stießen wir endlich auf den Hauptpfad. Direkt danach galt es, einen Fluss zu queren, und während ich noch auf den letzten Steinen balancierte, merkte ich etwas großes und braunes auf der anderen Wasserseite erscheinen. Ein Elch!!!

Kamera raus, dabei nicht ins Wasser fallen (und wenn doch, Kamera hochhalten!)  – und das Tier bewundern (habe noch nie welche gesehen)! Wir versteckten und im Gebüsch und warteten was geschieht. Die riesige Mutti erkundete die Gegend, drehte sich um – und es kamen zwei Kleine nach! Die drei schienen sich sicher zu fühlen und wir konnten sie gut beobachten, bevor uns die Kälte zum Weitergehen zwang. Um die Tiere nicht zu stressen,  gingen wir erstmal nicht auf dem Pfad (wäre in ihre Richtung) und verloren ihn dadurch, was uns noch eine Gebüsch-Einheit bescherte. Erfüllt von der Begegnung, war das aber kein Problem mehr.

was für ein Glück!
was für ein Glück!

An diesem Tag legten wir noch viele Kilometer zurück. Ich sah, dass „Europas letzte Wildnis Sarek“ zumindest hier auf der Hauptroute ein Märchen ist – der Pfad ist bequem, ausgetreten und man trifft viele Wanderer. Die Sonne setzte sich nun durch und wir genossen den Unterschied zum gestrigen Tag – leichter Weg, gute Sicht und fast warm. Am Ende des Tales, wo wir noch einen Elch getroffen haben,  legten wir noch die Hälfte des Aufstiegs aufs Hochplateau zurück und zelteten mit einer wunderschönen Sicht in alle Richtungen.

Tag  11

So stellte ich mir Sarek vor! Berge, Gletscher, Bergseen, wilde Flusse!  Es was einfach und angenehm zu gehen und das Wetter war OK – grau, aber fast trocken.

Der Aufstieg wurde mit einer herrlichen Aussicht auf zwei weitere Täler entlohnt. Der Abstieg danach war nahezu alpin, was meinen Knien nicht sehr gefiel, und eine Flussquerung abenteuerlich – wir haben dabei gelernt, dass ein Deuter-Rucksack schwimmen kann. Auf meinen Vorschlag hin wollten wir über den Fluss springen, davor aber unsere Rucksäcke rüber werfen. Dass die Reihenfolge falsch war, fiel uns zu spät auf… Zum Glück wurden die Sachen nicht allzu nass und auch der Rucksack trocknete bis zum nächsten Tag.

hier badete der Rucksack...
hier badete der Rucksack…

Beim Passieren der Windschutzhütte waren wir negativ überrascht über deren Zustand, genauer gesagt, den ganzen Müll dort. Ist es so schwer, eigene Verpackungen etc. wieder mitzunehmen? Muss man sich unbedingt an den Wänden verewigen? Wir sammelten etwas Müll und brachten es nach Lakshola.

nahe der Schutzhütte
nahe der Schutzhütte

Zelten wollten wir „nach dem roten Zelt“. Eine andere Bedingung war, dass es uns nach der Pause in der Hütte wieder warm ist. Das machte den Tag wieder ziemlich lang,  man kam auf flachem Weg aber gut voran.

phantastische Aussicht unterwegs

Tag 12

Ein ruhiger Tag im Land der Berge. Einfach, komfortabel zu gehen, auch sonst keine Schwierigkeiten bis auf niedrige Temperaturen – auch beim Gehen brauchte ich meine vier Schichten Kleidung und hatte demnach keine Reserve für die Pausen.

Abends beobachteten wir ein schönes Alpenglühen und bereiteten uns auf eine kalte Nacht vor – es gab sicher Minusgraden und sogar in unseren -10°C-Schlafsäcken war es nicht wirklich warm.

Tag 13

Flach und bequem, ging es schnell weiter. Meine Augen zog es die ganze Zeit nach oben zu den Gletschern, doch mehrere lautstarke Steinschläge beugten dem Wunsch, irgendwo aufzusteigen, wirkungsvoll vor. Wir kamen am Akkha-Massiv vorbei und stiegen durch den lichten Birkenwald zur Kisurisstugan ab.

Kurz davor sahen wir drei Infotafeln der Nationalparke Sarek, Padjelanta und Saltfjället und mehrere schöne Zeltplätze (wobei ich nicht nachvollziehen kann, warum man nebeneinander so viele Feuerstellen anlegen muss!).

Akkha
Akkha
Birkenwaldebene

Da unser Brotvorrat aus war, holten wir eine Packung Knäckebrot und einige Fladen, die direkt gierig verzerrt wurden. Eine Rolle Kekse feierte das Ende der Etappe „Sarek“,  wonach es weiter über schon leere Kutjaure (also wieder kein Fisch) nach Westen ging.

Flagge der Sami
Flagge der Sami an der Kisuris-Hütte

Tag 14

Ich zählte jeden Kilometer. Unendliche Holzstege, Brücken wo nötig und wo nicht, nur bedingt spannende Landschaft – es war einfach langweilig. Am Mittag waren wir endlich in Sallohaure (auch schon leerem) – und begannen damit den letzten Abschnitt unserer Tour.

Kutjaure
Sallohaure

Auf einmal verschwanden Menschen, Weg und Markierung.  Wir stiegen über einen mit niedrigen Büschen bedeckten Hang empor und legten uns müde ins Gras hoch über Vastenhaure. Der Aufstieg war unbequem und kraftraubend, obwohl wir Dank der Trockenzeit fast überall gehen konnten.

auf dem Padjelantaleden
auf dem Padjelantaleden

Weiter ging es wenig spektakulär, aber trotzdem schön über unzählige Hügeln, an kleinen Seen und Teichen vorbei. Mir persönlich fehlten Berge – zumindest zum anschauen. Da es aber noch einige Fragezeichen als Herausforderung gab, freute ich mich trotzdem über den Weg.

wieder einsam unterwegs
wieder einsam und weglos unterwegs

Nachdem die geplante Strecke ungefähr zurückgelegt war, bauten wir an einem kleinen See unser Zelt auf. Die Natur schenkte uns ein einzigartig schönes Lichtschauspiel, bei dem die tief stehende Sonne den Himmel und die Landschaft in ein brennendes Gold eintauchte. Ferne Regenkulisse blieb länger als der Rest beleuchtet und schaffte eine phantastische Stimmung.  „Ich dachte, so etwas gäbe es nur auf Gemälden!“ – mein Partner.

ein phantastischer Abend
es malt – die Natur

Um es weiter verfolgen zu können, wurde heute trotz Kälte draußen gekocht. Plötzlich machte mich E. auf den Polarfuchs aufmerkam, der am See vorsichtig herumschlich und uns beobachtete. Offenbar wurde er vom Essensgeruch angelockt. Nach der Begutachtung (kein Fleisch!) verschwand er wieder, wir blieben aber noch etwas draußen sitzen, beeindruckt von diesem schönen Abend. Nach noch einer Fotosession mit Regenbogen, wobei die Akkus fast leer gingen, krochen wir endlich ins Zelt, uns auf den nächsten Tag freuend.

Tag 15

Und wieder ging es leicht auf und ab. Büsche verschwanden weitgehend und das Gehen war einfach. Vastenhaure, Langevatnet und weiter Virihaure begleiteten uns fast den ganzen Tag. Als wir einmal über einen Kamm hoch über Vastenhaure steigen mussten, um einen Wasserarm an einer geeigneten Stelle queren zu können und unseren Checkpunkt Renvaktarstugan zu passieren, wurden wir vom stärksten Westwind attackiert, der uns weg von Norwegen pusten zu wollen schien.

wenig spektakulär geht es weiter
wenig spektakulär übers Geröll

Vor uns weitete sich eine unglaubliche Eiszeitlandschaft, die wir schon aus dem Flugzeug gesehen haben:  Berge aus gerichteten Steinplatten, wenig Pflanzen, viel Wasser, kleine gefaltete Täler… Ich kann es nicht beschreiben.  Das Tal, das vor uns lag, war mehr als idyllisch: Abgeschirmt von der übrigen Welt, lockte es mit Blaubeeren, bot kühles Wasser aus dem Wasserfall und beglückte mit einem guten Vastenhaure-Blick. Ein Regenbogen dazu und besser konnte es nicht werden!

Abwechslung bei der Landschaft und beim Wetter - hier wird es nie langweilig
Abwechslung bei der Landschaft und beim Wetter – hier wird es nie langweilig

Hinter der verschlossenen Hütte ging es auf einen Sattel hoch, der eigentlich nicht auf unserem Weg lag, den wir aber einstimmig gern erklimmen wollten. Und diese Entscheidung haben wir nicht bereut, obwohl manche Stellen nicht einfach waren und es ein-zwei Mal so aussah, als ob es hier nicht weiter ginge.

Nachdem Guovddelisvárre (934m) fast zu Ende war und wir wieder nach Süden abbiegen konnten, kam eine faszinierende Landschaft vor unsere AugenLangvatnet, von steilen Ufern umgeben, schimmerte im kalten Winterlicht (Sonne schien schwach durch die Wolken); weder Bäume noch Sträucher zierten die Hänge, hell und geordnet lagen Felsen bis zum Horizont. Außerirdisch und bedrohlich erschien mir diese Heimat der Trolle, obwohl man am anderen Seeufer sogar ein Häuschen sah. Interessanterweise war es schon an der anderen Bergseite wieder freundlicher, lebendiger…

Lager wurde diesmal an einem 5-Sterne-Zeltplatz aufgeschlagen, mit Vastenhaureblick, eigenem Wasserfall und super gemütlich…

Tag 16           

„Einer von uns hat einen guten Engel“ – dachte ich, als genau dann aufhörte zu regnen, als wir aus dem Zelt stiegen. Wir bewegten uns am Südhang des Guovddelistjahkká schräg  nach unten und sahen bald den „644m-See“. Hier wurden wir wieder mit Regen und Wind konfrontiert, glaubten aber noch, dass es nur noch 2-3 Stunden bis zur Ragohytta dauern wird.  Der Regen wurde allerdings immer stärker, auch der Wind nahm zu. Ich kam meinem Partner kaum hinterher und obwohl mir die Richtung komisch erschien, sagte nichts. Mein kritischer Geist fiel dem Regen ins Gesicht und der Tatsache zu Opfer, dass er oft besser orientiert war als ich.

das einzige Bild des Tages, dafür mit Regenbogen
das einzige Bild des Tages, dafür mit Regenbogen

Da der Fluss links von uns soweit wir sehen konnten keine Watstelle bot, beschlossen wir, zurück zu kehren und es südlich des Sees zu versuchen. Auch ein Missverständnis mit Himmelsrichtungen kam raus. Wir orientierten uns neu und wussten genau, wo es nun lang geht. Das Ganze kostete uns ca. 30-45min, über die wir nicht weiter nachdachen.

Richtung zu halten ging aber schon mal einfacher. Nach einer wassergefüllten Schlucht kam andere und um die alle zu umgehen kamen wir zu weit westlich. Der Wind war inzwischen stürmisch und beschoss uns mit Eiskristallen. Wir landeten auf einem Hochplateau („715-See“) und mussten mehrere Flusse queren; damit es einfacher wird, gingen wir bewusst noch weiter nach Westen. Trotzdem stand in Schuhen bald wieder Wasser und es war eiskalt; wir kamen gegen den Wind kaum voran und mussten von diesem Plateau schleunigst weg. Hier wurde mein Mitstreiter langsamer und ich übernahm die Wegsuche.

Zuerst war es noch einfach, weil das Relief keine Alternativen erlaubte. Also kämpften wir „nur“ mit dem Wetter. Schon jetzt kam mir der Gedanke, dass sollte etwas schief gehen, hätten wir ein Problem, denn inzwischen waren wir beide verfroren und demotiviert. Hier ein Zelt aufzubauen war aber schlecht möglich aufgrund des felsigen Bodens und mittlerweile unbeweglicher Finger. Deswegen ging ich einfach weiter und wartete ab und zu auf meinen Partner.

Auf unserem Kartenausdruck sahen wir, dass am Ende des Berges ein See kommt („718m-See“), von dem wir uns nördlich halten wollten. Wir standen allerdings erstmal auf einem Hügel und sahen, dass vor uns eine tiefe und breite Schlucht liegt. Weiter zu schauen funktionierte nicht, weil erstens die Sicht schlecht war und zweitens der Schnee dermaßen heftig ins Gesicht schlug, dass ich die Augen nicht heben konnte.  Leise meldete sich Verzweiflung: Wohin jetzt? Was jetzt überhaupt? Sollten wir doch versuchen, irgendwo halbwegs windgeschützt Zelt aufzubauen? Aber ich wäre nicht in der Lage, einen Reißverschluss zu öffnen, geschweige denn das Innenzelt einzuhängen. Mein Partner, so wie er aussah, auch nicht.

So motiviert, ging ich weiter nach oben, wo die Schlucht flacher zu werden schien. In diesem Augenblick klarte es kurzzeitig auf und ich schöpfte Hoffnung. Doch wenige Minuten später ging die Hölle wieder los.

Wir haben es geschafft, auf die andere Seite der Schlucht zu kommen. Einmal sah ich sogar etwas Ähnliches wie Markierung und einmal hatte das Gefühl, dass wir an einer Stelle nicht die ersten waren. Das half! Allerdings mussten wir nun ordentlich absteigen und es war nicht einfach. Einmal rutschte ich aus und fiel, es passierte aber zum Glück nichts. Dabei wurde mir bewusst, dass die Unternehmung durchaus in einem Notfall enden kann. Sollte einer von uns sich den Fuß umknicken, wäre der andere höchstwahrscheinlich nicht in der Lage, zu helfen.

Mein Partner schien endlich meine geheime Bitte gehört zu haben und schloss sich der Wegesuche an. Nun als Team, stiegen wir weiter ab und sahen auf einmal zwei aus Steinen gebildete Wörter: „RAGO OK“.  DANKE denjenigen, die es geschaffen haben!!! Es war wie Sonnenschein mitten in der Nacht, wie Ariadnes Faden! Der allerletzte, tiefgefrorene Müsliriegel wurde halbiert und wir folgten den nun gut sichtbaren Markierungen in Richtung Rago.

Zwar fühlten wir uns gerettet, doch der Weg war noch lange nicht zu Ende, obwohl er auch einfacher wurde. Kälte und Nässe zerrten an Kräften, Steinplatten waren rutschig und Nerven strapaziert. Ich dachte an das fehlende Handynetz hier und fragte mich, ob mir diese Landschaft es wert ist, ein ernster Notfall zu riskieren, anstatt mehr oder weniger sicher durch die Alpen zu ziehen.

Und endlich haben wir die Ragohytta erreicht. Psychisch erschöpft  und unterkühlt, nach acht Stunden im schlimmsten Schneesturm, den ich je gesehen habe… Im Ofen gab es noch heiße Glut und mein lieber Begleiter zündete schnell Feuer an. Und langsam, langsam kam in mich wieder Leben rein…

Tag 17

Die Gemütlichkeit und Wärme der ganz kleinen (zwei Betten) Ragohytta werde ich nie vergessen. Noch am Abend wurden nasse Sachen trocken, wir fühlten uns wieder gut und wieder wanderfähig. Genossen warmen Tee, weiche Betten, natürlich auch einen Dach über dem Kopf… Das erklärt, warum wir uns nicht beeilt haben, weiter zu gehen. Allerdings verschwanden unsere Essensvorräte mit einer dramatischen Geschwindigkeit, sodass wir doch irgendwann beschlossen haben, abzusteigen.

Beginn des Abstiegs...
Rago-Hytta

Gestartet gegen 15 Uhr, waren wir um 19 Uhr an der Storskogvasshytta und gingen weiter, obwohl wir uns einer bevorstehender Nachtwanderung bewusst waren. Diese ließ auf sich nicht warten, weil es bei bedecktem Himmel sehr schnell dunkel wurde.

meine Kamera hat am Vortag zu viel Wasser abbekommen, daher unscharfe Flecken auf den Bildern ab jetzt

Trotz atemberaubender Ausblicke und einer sehr schönen Wegeführung war ich über diesen Nachtmarsch nicht glücklich, und schon gar nicht meine Knie und Füße. Was man in einer quasi Notsituation gut ignorieren kann, meldet sich lautstark in einer ruhigen. Deswegen freute ich mich sehr, als wir gegen 22 Uhr den Parkplatz in Lakshola betraten…

Traumlandschaft

Die sieben Kilometer auf der Straße zur E6 vergingen sehr schnell. Ein Teil des Himmels war klar und wir hatten das Glück, ein zartes Spiel der Nordlichter zu beobachten.  Dies entschädigte für den langen Tag und versetzte mich in meine Kindheit, wo kein Buch über Polargebiete, -forscher und -expeditionen vor mir sicher war.

Außerdem konnte ich Rago nicht aus dem Kopf verdrängen. Wir sahen ihn heute in all seiner Schönheit: wild, ursprünglich, wassergefüllt. Der Schnee von gestern schmolz und ließ jeden Bach anschwellen. Die Landschaft war mir absolut neu und dermaßen abwechslungsreich, dass man es nicht glauben konnte, dass der Park so klein ist.  Wenn ich zurück komme, werde ich so lange auf das Wetter warten, bis mir Rago-Trolle es erlauben, ihr Reich zu sehen. Zauberhaft schön!!!

Heimat der Trolle
Heimat der Trolle

Weiter ging alles ruhig. E6-Fauske-Bodö… Da wir deutlich schneller mit der Tour fertig waren als geplant, entschlossen wir uns, Lofoten zu besuchen. Das ging schnell und am selben Abend bauten wir unser Zelt in Svolvaer auf… Aber das ist schon eine andere Geschichte und nicht wirklich spannend.

auf den Lofoten
auf den Lofoten

letzte Postkarten
letzte Postkarten schreiben
Zelten in Bodo
Zelten in Bodø

letztes Geschenk des Nordens
letztes Geschenk des Nordens

Diese Lapplandtour war mein bisher größtes Abenteuer und wird lange in Erinnerung bleiben. Auf sich selbst gestellt zu sein, dem/der PartnerIn absolut zu vertrauen und sich gut zu vertragen, mit jede Wetter klar zu kommen und immer wieder phantastische Landschaft zu genießen – der Norden wird mich wieder sehen!

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