Peru 2017

Am Artesonraju, Peru-2016

Es ist soweit. Nicht mehr nur geträumt, nicht spruchreif und nicht „bald“ – nein, es ist hier und jetzt: Erneut sitze ich in der Bahn zum Flughafen, höre Musik und überlege, wie ich meine 47kg Gepäck gleich durchs riesige Flughafengelände zum richtigen Schalter bekomme.

Es ist beeindruckend, wie eine dreiwöchige Reise einem das Leben  verändern kann – und das noch ohne statt gefunden zu haben. Seit Monaten drehte sich so vieles drum herum: Das Training, die abendlichen Recherchen, die Gespräche in der Kletterhalle. Sogar in der täglichen Routine stellte die Reise ein übergeordnetes Ziel dar – was kann wichtiger sein, als in einem halben Jahr wieder so klitzeklein vor der riesigen Bergkulisse zu stehen?

Und nun ist es wirklich soweit. Die Gedanken sind noch bei der Anreise, bald gehört aber nur noch das Lieblingshobby in den Kopf. Bis bald, das „normale“ Leben! Wir halten die Zeit mal wieder an und genießen die Freiheit, Sorglosigkeit, Bewegung und die großartige Bergwelt Südamerikas.

 

Ein Leben offline..

Wallis in ersten Sonnenstrahlen am 18.06.17

….ist (wenn unbedingt nötig) möglich und manchmal sogar sinnvoll – zum Beispiel, wenn man es zwischen den Bergwochenenden kaum noch schafft, den Rucksack aus- und wieder einzupacken. So erging es mir in den letzten Wochen: Arbeit, Wochenendtouren, zwischendurch ein wenig Zweisamkeit und wie immer jede Menge anderer, an sich super angenehmer, sich aber immer wieder unkontrolliert vermehrender Dinge.

Es wurde durch die umliegenden Mittelgebirge mit dem Kölner DAV gestreift, zweimal ging es im Juni ins südschweizerische Wallis und zur guten Letzt kletterten wir die „Eisenzeit“ – eine beeindruckende, aber brüchige neue Route auf die Zugspitze.

Gern würde ich alles genau beschreiben und reflektieren. Einige Texte liegen bereits im Ordner „zu redaktieren“ – nur dass es dazu nicht kommt. Und so gern ich mir einige Tage Zeit nehmen würde, die Seite auf Vordermann zu bringen, ist so eine Pause nicht in Sicht. Daher geht es erstmal  im „Offline“-Modus weiter – zum wichtigsten Grund schreibe ich die Tage aber doch mehr 🙂