36h Wallis

ein Morgen am Mischabeljochbiwak (3849m)

Fünf Tage vor dem großen Urlaub 700km weit in die Berge? Ist das sinnvoll, realistisch, macht das Spaß oder eher Stress? „Klar“, sagten wir und hofften nicht nur ein schönes Wochenende zu haben, sondern auch uns schon vor der Reise etwas zu akklimatisieren. Mit von der Partie gute Freunde – eine  Vierer-„Dreamteam“-Gruppe!

Aber kann man als Flachländer überhaupt direkt die erste Nacht auf 3850m schlafen?  Oder einen 4000er ganz ohne vorherige Anpassung an einem kurzen Wochenende besteigen?  Drei von uns konnten diese Fragen ganz vorsichtig bejahen, für die vierte Person wurde es jedoch zu einer nicht immer angenehmen Angelegenheit.

Als die Arbeitswoche endlich vorbei war, trafen wir uns in der Eifel und fuhren gen Süden los. Nach vier Stunden Schlaf bei Kandersteg – die Matten wurden einfach auf einem Parkplatz ausgerollt – ging es ins sonnige Wallis. Gemütlich stiegen wir die 1700hm zum Mischabeljochbiwak hinauf, verbrachten dort eine Nacht und ohne das eigentlich geplante Täschhorn zu versuchen kraxelten über den Alphubel-Nordgrat zum Gipfel (4206m) hinauf. Runter ging es auf dem Normalweg.

Nachdem meine Freunde sich an der Europahütte nach Hause verabschiedet haben, wanderte ich noch zu Fuß nach Täsch, dann nach Zermatt und zurück und nahm spätabends die Bahn zurück nach Köln.  Um 6:30 hieß es in den Zug zur Arbeit umzusteigen und punkt um 8 Uhr ging die neue Arbeitswoche los…

Ein schönes, entspanntes Wochenende – und jetzt freuen wir uns auf die große Tour!

 

Timeout

 

Drei Tage Zeit – nur ein langes Wochenende.  800km Entfernung, die überwunden werden müssen.  Gewagte Akklimatisierungstaktik: 3500m vertragen wir ohne Anpassung gerade noch gut.

Und plötzlich tanzen die Schneeflocken um einen herum, die Landschaft raubt einem den Atem und die Augen glänzen.  Man lacht, flucht, zweifelt und dann wieder lacht. Man lebt…

Nur 2,5 Tage verbrachten wir in den Bergen. Keine richtige Tour gegangen – um anspruchsvolle Sachen auszuprobieren (ich) war es zu windig. Aber definitiv Spaß gehabt und Pläne fürs nächste, übernächste, überüberübernächste Mal geschmiedet… und es einfach nur genossen.

wieder im Frühling angekommen!

 

Es lief alles andere als nach Plan. Schon der erste Tag wollte nicht klappen – über die Gründe später mehr. Doch die Gruppe ließ sich die Stimmung nicht verderben, hielt zusammen, half sich gegenseitig und lachte in jeder Situation.

„Auf gut Glück“ ist wohl der richtige Ausdruck dafür, wie es im Endeffekt lief. Als letzen Ausweg fuhren wir in die mir schon bekannte Gegend (Dovrefjell) und liefen weitgehend die gleiche Tour wie ich bereits 2013. Trotzdem war es ein klasse Urlaub, so abwechslungsreich und schön, wie man es sich wünscht.  Und am Ende waren wir uns einig: Es hat sich gelohnt!

Danke liebe Freunde und bis bald!!!

dem Winter hinterher: Jostedalsbreen ruft!

Es ist Frühlingsbeginn und die ersten Obstbäume blühen. Der kühle Nebel soll endlich der wärmenden Sonne weichen, die Tage werden immer länger, jeder freut sich auf die Wärme …. fast jeder, denn für uns beginnt der „richtige“ Winter jetzt erst. Die Chats und E-Mail-Accounte glühen: Wie ist die Lawinenlage? Nehmen wir Helme mit? Wie viel Brennstoff muss besorgt werden? Hunderte Fragen flitzen täglich durch die Leitungen. Und nun ist es so weit…

unterwegs in der weißen Welt. Norwegen, Dovrefjell, 2013

Selten habe ich mich auf eine Tour so gefreut. Eine tolle, (berg-)erfahrene Gruppe, wunderschöne Gegend, anspruchsvolle Route. Und ich inzwischen mehr als urlaubsreif. Andererseits kann ich mich auch nicht erinnern, dass die Planung schon einmal so aufwändig war. Um so erfreulicher ist es, „nur noch“ den Schlitten packen zu müssen und sich auf 10 Tage Offlineleben einzustellen.

Morgen nach der Arbeit verabschieden uns vom beginnenden Frühling und steuern den Flughafen an, um am späten Abend  in Oslo den Bus in den Norden nehmen. Wenn alles gut geht, kommen wir bereits in der Morgendämmerung in Fjaerland, an unserem Startpunkt, an. Von dort geht es auf den Jostedalsbreen – den größten Gletscher auf dem europäischen Festland – und je nach verbliebener Zeit durch den Nationalpark Breheimen durch. Gern würden wir auch den ein oder anderen Gipfel versuchen – die komplette Ausrüstung ist dabei und das Gepäck entsprechend schwer.

Natürlich kann auch einiges schief gehen – eine Zufriedenheitsgarantie gibt es draussen nicht. Wir werden versuchen, die zehn Tage voll auszukosten, aus jedem Wetter das beste zu machen und den Urlaub einfach zu genießen. Und dann ist auch der April endlich da.

Eis, bitte!

 Monika beim Zustieg – lockeres Aufwärmprogramm 🙂

Bereits mehr als nur einmal zog es uns in diesem Winter ins Eis. Die gefrorenen Kunstwerke bestaunen, lernen, den künstlichen Füßen und „Fingern“ zu vertrauen, auf die speziellen Gefahren aufmerksam werden und natürlich einfach Spaß haben!

Fotos beim Eisklettern zu machen ist jedoch gerade mit einer größeren Kamera ziemlich unmöglich. Deswegen gibt es am Ende der Saison nur eine kleine Sammlung aus mehreren Ausflügen – aber die gibt es 🙂

 

weiße Weihnachten und ein toller Rutsch ins 2016

Die Rekordwärme im Dezember 2015 ließ nicht nur vielerorts Rapsfelder aufblühen sondern schuf auch in den Alpen sehr ungewöhnliche Bedingungen: Kein Schnee süd- und bodenloser Pulver nordseitig, Gletscherspalten gefährlicher denn je, dafür aber eine absolut entspannte Lawinenlage. Wir passten uns an, verbrachten ein paar schöne Tage im Pitztal, gingen eisklettern und feierten den Jahresabschluss bei einer fast 10h Tour über den Westgrat zur hohen Geige (3396m). Die Silvesternacht wurde danach gemütlichst verschlafen…

Ich wünsche Euch allen ein gesundes, aktives Jahr 2016 mit vielen Touren, glücklichen Partnern und passendem Wetter!

HIER mehr dazu

Allalinhorn (4027m)

Allalinhorn Nordfanke/ Nordwand

Winter oder kein Winter? Im November kann es sowohl herbstlich mild mit wenig Schnee, aber auch winterlich kalt mit bodenlosem Pulver geben. Wir erwischten den Zustand dazwischen und durften dem Allalinhorn (4027m) über seine steile Nordflanke auf den Haupt steigen – während der (sonst) leichtere West-Anstieg zur Zeit heikel ist,  genossen wir hier gute und sichere Bedingungen und hatten den Berg nur für uns.

HIER  geht es weiter!

Val Grande, val bella

ein ganz normaler Morgen im Val Grande

Eine Auszeit ist „überstanden“, sobald man schon wieder Urlaubtage angesammelt hat und neue Reisen planen kann. Längst im Arbeitsalltag angekommen, freute ich mich sehr auf eine ruhige Wanderung.  Dass es schon November war und entsprechend „grau, dunkel und kalt – schlecht fürs Wandern“ störte mich wenig. Es gibt schließlich noch das

Val Grande !