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Mal wieder :) Klettern!

Die Route gemeinsam mit dem Kletterpartner gemeistert, schon wieder die tolle Aussicht genießend am Ausstieg stehen und sich darauf freuen……wieder runter zu laufen und hinauf zu krabbeln. Kletterrerroutine! Unlogisch, nichtsbringend außer Spaß und vielleicht ein wenig bessere Technik.

Während das Wetter in den Bergen nach wie vor vor allem an den Wochenenden „stabil instabil“ ist, suchten wir nach einer uns noch unbekannten Ecke zum Klettern und fanden sie, dem Rat eines Freunds folgend, im Schwarzwald. Nach nur 5 Stunden Anreise, im Vergleich zu den Alpen also recht kurz, waren wir bereits am späten Freitagabend bei Oberried in Südschwarzwald und verbrachten 2,5 wunderbare Tage im griffigen Gneis. Eine bessere Beschreibung folgt….wenn es uns am kommenden  Wochenende nicht schon wieder zu irgendwelchen Felsen verschlägt 🙂

 

Klettertour in den Mai

Eeeeeeendlich!!! Ein verlängertes Wochenende, ganze vier Tage frei! Fühlt sich so an, als ob hätten wir seit Jahren keinen Urlaub mehr gehabt und nun monatelang. Und der Plan war natürlich perfekt! Also quasi wie vor einem Monat, als Ostern wortwörtlich ins (Schnee-)Wasser fiel…

Etliche Meter Wandern mit Skistiefeln, streikende Füße, keine Tour trotz Wecker um 3 Uhr nachts, Gebietswechsel, Regen… Die Bilanz schien solala. Und dennoch gab es mit Kraxeleien in den Tannheimer Alpen und meiner ersten gar nicht mal soooo schlechten Abfahrt im Gelände (juhuuuuu :D) zwei tolle Highlights, die in Erinnerung bleiben werden. Der Urlaub war gut!

 

Klettern im Morgenbachtal

Ein Keil? Zwei Keile? Oder einfach weiter klettern? Irgendwie wird mir wieder erst mittendrin bewusst, dass ich weder den genauen Schwierigkeitsgrad noch den Routenverlauf kenne noch einen Plan zur Absicherung habe. Einerseits dürfte hier kaum eine Route den 5. Schwiergkeitsgrad überschreiten, spannend wurde es jedoch ab und an schon.

Als es sich abzeichnete, dass die Verhältnisse in den Bergen nicht mitspielen, blieben wir im lawinensicheren Köln und starteten am Karfreitag gut ausgeschlafen zu zweit mit Monika ins Morgenbachtal. Gegen 15 Uhr dann der erste Felskontakt des Jahres: Eine 2+. Ich vermisste feste Schuhe, besser noch Steigeisen, aber auch den Tiefblick und einen vertrauenswürdigen Stand etwa an mehreren Eischrauben… Stattdessen gab es einen ordentlichen Regen, die die nachfolgende 3+ in eine Rutschbahn verwandelte. In der Hoffnung, am kommenden Tag doch noch „normal“ zu klettern, ging es zurück zum Zeltplatz, wo wir einen super gemütlichen Abend verbrachten – im Grünen, bei Plusgraden, ohne den Schnee schmelzen zu müssen!

Das Morgenbachtal eignet sich mit vielen leichten Routen hervorragend für Anfänger – auch ich habe hier meine ersten Schritte am Fels gemacht, 2008!!!  Nicht so bewusst war es mir allerdings, dass man nicht nur viele Sicherungen selbst legen kann, sondern, dass man es auch machen muss. Denn spätestens nach 10-12m fragt man sich, ob man nicht vielleicht doch sichern sollte…

Wir strengten uns zugegebenermaßen nicht übermäßig an, trotzdem wurde es ein schöner, lehrreicher Tag: Immer wieder ohne einen richtigen Plan in eine Route einsteigen, nach dem Weg suchen, basteln, viele Keile (und vereinzelt Friends) legen,  entspannt bleiben. Die vielen Abende in der Kletterhalle sorgten für die nötige Reserve in den Fingern, die vielen kleinen Tritte für die Übung für die Füße, die Kletterpartnerin für ein angenehmes und lustiges Miteinander. Gern wieder!

Hardangervidda-Durchquerung

135km auf dem größten Hochplateau Europas und eine Woche Schnee liegen hinter uns. Eine Woche Weiß; tagelang waren selbst leichte Grautöne kaum zu finden. Und dann, am 7. Tag, ein Geschenk: -20°C und strahlend blauer Himmel. Und nun, einige Tage nach der abenteuerlichen Rückreise, ist selbst die beim Flug verschollene Tasche da. Auf Wiedersehen, Norden! Wir sehen uns ganz ganz sicher wieder!!!

 

Karneval im Eis

Verfahren,  Eisfall nicht vorhanden,  kein Strom in der Ferienwohnung, wackelnde Frontzacken, suspekte Geräusche beim Klettern, einfrieren im Zustieg, Tiefkühlpizza gekauft bei kaputtem Backofen – es lief, sagen wir mal, nicht alles nach Plan. Trotzdem hatten wir mal wieder ein schönes Wochenende zu viert in den eingeschneiten Bergen, bei eher schlechterem Wetter noch authentischer als es bei Sonnenschein wäre.

Drei Tage eisklettern, drei sehr schöne Zu- und Abstiege.  Eine Route, die ich komplett vorgehen durfte und mich dabei wohl fühlte (und sei es auch Kinderkram und einfach – noch vor 2 Jahren hätte ich es mir nicht träumen können). Zwei abenteuerliche, von der Eiseidechse vorgestiegene Wasserfälle – wie Lukas dort hoch kommt und auch noch irgendwelche Sicherungen anbringt ist mir nach wie vor unklar. Und nicht zuletzt einfach eine tolle Runde mit Freunden. Und: Nichts verloren, nichts kaputt gemacht, nichts tut weh – die „Ü30-Bilanz“ passt also auch 🙂

Dieser verrückte Kopf

Erst einige Tagen ist es her, seit ich mich über die Unsicherheit klagte. Seit ich mich selbst beim Hallenklettern überwinden musste und mich fragte, wo der Spaß an der Sache hin ist. Nun scheinbar war es nur ein kurzer Ausflug in eine Welt, die ich hoffentlich nie näher kennen lernen werde – inzwischen kann ich es nicht erwarten, morgen endlich wieder ans Plastik und am Karnevalswochenende ins Eis zu kommen.

Es ist gefühlt ewig her, seit wir zuletzt auf Tour waren. Seit wir früh morgens schweigend dem Licht der Stirnlampen folgten. Seit die Konzentration das einzige war, was man spürt – außer der Atemlosigkeit bei den kurzen Blicken in die unglaublich schöne Umgebung.

Ich will raus. Ich will mit den Spitzen meiner Eisgeräte das Leben fühlen. Klettern, so einsam und so weit es geht. Am Berg sein, erleichtert und fasziniert mittendrin am Stand hängen und den Lieblingstee mit Freunden teilen.

Wie kann die Stimmung so schnell umschlagen? Was lässt die Verunsicherung in die Lust umschwenken? Teilweise sind es sicherlich die Erinnerungen an all die tollen Momente, die man in den Bergen immer wieder erlebt. Teilweise die Fragen, die man sich selbst beantwortet. Zum Großteil aber vermutlich die Zeit, die neben den physischen Kratzern auch jene der Psyche beseitigt. Mal wieder beeindruckend!

Wir wissen noch nicht, wohin es am kommenden Wochenende geht. mehrere Möglichkeiten sind im Spiel; von richtig steilem Eis, von dem mein Kletterpartner träumt und wo ich höchstens im Nachstieg hoch komme, über moderates Gelände mit unseren weniger Erfahrenen – da darf auch ich mich austoben -, bis hin zu längeren gemischten Klettereien, worüber ich mich wahrscheinlich am meisten freuen würde. Wie auch immer: Ich kann es kaum erwarten und packe schon mal den Kletterrucksack für morgen – und mal schauen, vielleicht lässt sich auch der gemeine letzte Zug der (nicht-)Lieblingsroute doch irgendwie meistern.

 

Ich weiß nicht…

Ey du da, du sollst Spaaaaaß haben! (Foto: Thomas)

…was kaputt gegangen ist. Das angeschlagene Knie ist inzwischen voll belastbar, neue, scharfe Hauen für die Eisgeräte liegen gut sichtbar neben dem Rucksack und die Kondition scheint durch das prellungsbedingte alternative Training eher gewonnen als verloren zu haben. Dennoch stehe ich immer wieder unterhalb einer Route in der Kletterhalle und habe Panik.

Der Kopf sagt, es ist doch überhaupt nichts passiert. Paar Meter ins Seil gerutscht im steilen Eisstück, so what? Davor dasselbe beim Drytoolen, beim Klippen. Dann im eigentlich beherrschten Gelände das Bedürfnis gehabt, dreimal so viele Schrauben zu setzen als nötig, aber immerhin oben angekommen. Und trotzdem ist etwas anders.

Ich stehe unter einer etwas anstrengenden, aber nicht zu schweren Route und merke den Herzschlag im Hals. Es wird leicht übel – genauso, wie ich es von den Wettkämpfen kenne und weiß dann, dass ich startklar bin. Jetzt möchte ich allerdings alles, nur nicht klettern.

Die ersten Meter überwiegt die Konzentration. Ist die Bodensturzhöhe hinter mir, kommt die Angst. Irrational, diffus, komisch. So ungewohnt und intensiv, dass ich sie von der Seite beobachten und nahezu genießen kann. Es geht unterschiedlich stark überhängend hoch, bis mir die Kraft ausgeht. Die vorletzte Exe ist auf Brusthöhe neben mir, ich bekomme sie jedoch nicht mehr geklippt und falle ins Seil.

Angst dabei? Keine. Warum auch? Überhang, erfahrener Sicherer, hoch genug. Schon wieder klettere ich die gleiche Route und falle eine Exe vorher rein, nachdem die „Flucht nach oben“ nicht funktioniert hatte. Beim dritten Mal muss ich unterwegs mehrfach pausieren, sonst bekomme ich das Seil nicht eingehängt und kann nicht nach Hause.

Das Fallen ist also nicht das Problem. Weder am Umlenker ins lockere Seil setzen, was der rücksichtsvolle Sicherer als erstes betreibt, noch richtig „reinkrachen“. Trotzdem fühle ich mich immer unwohler, je mehr sich mein Kletterpartner dem Routenende nähert und ich mich damit dem nächsten Kletterversuch. Selbst im Toprope, der absolut einfachsten und sichersten Spielart des Kletterns, fühlt es sich komisch an, sobald ich im Überhang etwas Luft unter den Fersen habe. Was ist hier los???

Es ist vermutlich der Kontrollverlust, der mir zu schaffen macht. Zwei Sturze hintereinander an Stellen, wo ich es nicht erwartet hätte, bringen das Gefühl der Unsicherheit – diesmal waren es Kleinigkeiten, ein anderes Mal könnte es anders ausgehen. Ich bin ziemlich sicher,  bald wieder auf die Werkseinstellungen und das gewohnte Vertrauen schalten zu können, dennoch finde ich es extrem beeindruckend, wozu der Kopf ohne „meiner“ Erlaubnis fähig ist.

Ich bin sehr gespannt, wie lange es dauert, bis ich wieder die Zuversicht und den Spaß zurück gewonnen habe. In der Kletterhalle ist ihr Fehlen überhaupt kein Problem – solange die Angst keinen rationalen Boden hat und einem nichts passieren kann, ist es durchaus unterhaltsam, sich ihr zu stellen. Interessanter wird es im Eis, wo ich es tatsächlich lieber lassen sollte, zu fallen. Aber auch da finden der Kopf und ich bestimmt einen Kompromiss – hoffentlich möglichst bald, in nur zwei Wochen geht es wieder los und da will ich stressfrei hoch. Wie wäre es morgen mit dem Riesendach in der Lieblingskletterhalle?

Wo ist der Backup  zu diesem Zustand? Her damit! (Foto: Thomas)

Eis & Ski

Seit meinem 18. Lebensjahr verbrachte ich mehr Silvesterabende auf einer Berghütte als in der Stadt.  Auch diesmal wollten wir, zu sechst, zwischen den Jahren in und auf die Berge. Die Lawinenlage spielte jedoch nur bedingt mit und anstatt eines Winterraums gab es im Endeffekt eine warme Ferienwohnung im Tal – schön war es trotzdem.

Mehrere schöne Tage im Eis, einer auf der Piste und zwei anfängergerechte Skigipfel – noch mehr Abwechslung geht nicht. Etwas weniger optimal war diesmal jedoch die Verletzten“quote“ – kleinere, aber ärgerliche Stürze beim Skifahren (F.) und im Eis (me) sowie aufgeweckte alte Probleme (M., F-2) hinderten nahezu alle von uns zwischendurch daran, das Leben zu genießen. Trotzdem hoffe ich natürlich auf ein gesundes, erlebnis- und bergreiches Jahr 2018!

Nass-Drytooling

„Vor dem EOFT klettern und mit der Klettergruppe essen gehen, am Tag danach drytoolen“  –  der Plan gefiel mir ganz gut, obwohl die Woche bereits recht anstrengend war. Zwar wurden beide Sessions eher kurz, machten aber umso mehr Spaß.

Eiskletterfolk an der Drytooling-Anlage im Landschaftspark Nord in Duisburg. Neben uns vieren ist noch ein Kurs aus Aachen am Start

Nachdem wir also drei Stunden lang die Abenteurer und Freaks beim EOFT bewundern durften, ging es bei kühlem, aber noch trockenem Wetter nach Duisburg. Da die einfacheren Routen durch einen Kurs belegt waren, legte Lukas, der bereits vor zwei Wochen hier war, direkt in einer „richtigen“ drytooling-Route los. Ich stieg erschreckend wackelig nach, kletterte mich aber doch relativ schnell  wieder ein und  freute mich über die ein paar Schneeflocken, die gerade fielen. Bald wurde daraus aber eine richtig winterliche Stimmung und wir ziemlich kalt und nass.

Es kletterte sich recht gut… Ich machte mir über die Route keine Gedanken und war gerade zwar etwas müde, aber ohne Stress dabei, die 4. Exe zu klippen, als ich plötzlich mit einem Steigeisen den Oberschenkel vom mich sichernden Lukas streifte. Die Spitze des Eisgeräts war ausgebrochen und ich machte das, was man im Eis unbedingt vermeiden sollte – einen Abflug. Zum Glück traf ich Lukas nicht wirklich und auch er schaffte es, mich trotz der ungünstigen Ausgangslage kurz vor dem Boden zu halten. Das andere Eisgerät hing noch oben….also kletterte ich noch einmal mit einem hoch, holte das andere und hängte den Umlenker ein.

Alt wurden wir beide heute jedoch nicht. Noch ein paar Routen und ich konnte die Eisgeräte kaum noch halten – kein Wunder, die Woche war durchaus aktiv… Also ab in die Bahn, nasse Sachen ablegen und hoffen, dass die DB den Schnee noch nicht bemerkt hatte… (hat bei mir noch weitgehend funktioniert, bei Lukas leider nicht mehr).

Unglaublich….

…wir sind da, wieder zu Hause. Zurück nach einer großartigen Reise, einem modernen Abenteuer in atemberaubend schöner Landschaft und mit einer großartigen Gruppe!

Bis auf einige kleinere Probleme (teilweise gesundheitlich, teilweise gingen Sachen kaputt, u. a.  meine Kamera…) funktionierte alles bestens und jeder von uns stand im Endeffekt auf mehreren Gipfeln, davon auf einem (Lukas sogar auf zwei!) Sechstausendern. Auch haben wir es geschafft, zu Hause fit und gesund anzukommen – nach zuletzt mehreren Tagen in der Stadt (kulinarisches Erlebnis!) nicht ganz selbstverständlich.

Ich werde bestimmt noch einiges schreiben über die Reise. Jetzt sind  schon mal einige Bilder online, die Beschreibungen kommen in den nächsten Tagen… Cordillera Blanca